Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) e.V.
Landesverband Berlin-Brandenburg

Virtuelles Mahnmal
für die Opfer
der christlichen Religion

(in Planung)

Warum dieses Mahnmal?

Die neuere Geschichtsschreibung bemüht sich seit Jahren, vor allem den jüngeren Teil der Geschichte aufzuarbeiten und die Mechanismen der Gewaltherrschaft weltweit aufzudecken. Trotz dieser Entwicklung ist die offizielle Geschichtsschreibung in einem erschreckenden Maße blind gegenüber der Schuld der christlichen Religion und ihrer Kirchen, die in der Beteiligung oder gar Führerschaft an den dunkelsten Kapiteln deutscher, europäischer und globaler Geschichte liegt. In Europa instrumentalisierten die Kirchen -- als notwendige Institution jeder Religion, so die des Christentums -- die in jedem religiösen Glauben enthaltene Grundprämisse, dass überirdische Mächte die Welt erschaffen haben und letztendlich ihr Schicksal lenken. Somit entsteht die Angst des Menschen vor der eigenen Bedeutungslosigkeit und dem Tod. Dieses heraufbeschworene archaische Angstgefühl konkretisieren sie durch einen selbst erfundenen Sündenkatalog und einen eigennützigen Vergebensmechanismus. So erlangen sie Macht über die Menschen, werden zu Instrumenten und zugleich zum Nutznießer der weltlichen Gewaltherrschaft. Seit sie im römischen Reich die Staatsreligion repräsentierten, haben sie dafür beinahe jedes Verbrechen verübt, das sich ein noch so kranker Geist ausdenken kann. Das betrifft ebenso Verbrechen „im Kleinen“ wie Denunziation, Folter, Mord und Vergewaltigung, wie Großverbrechen einschließlich des Völkermordes.
Die unzähligen Opfer dieser tragischen Kapitel der Menschheitsgeschichte aus ihrer Anonymität zu befreien und diesen Verfolgten und Getöteten die Ehre zu erweisen, die sie durch ihre Taten oder auch nur durch ihre Unschuld verdient haben, ist das vordergründige Anliegen dieses Mahnmals. Nicht wenige dieser Opfer waren Wegbereiter der Aufklärung und der demokratischen Rechtsstaatlichkeit, denen unsere heutige Gesellschaft ihre Existenz zu verdanken hat. Im Kampf gegen die andauernde menschenverachtende und menschenvernichtende Politik der Kirchen, wie sie sich in ihren heiligen Büchern und Verlautbarungen, den Konkordaten und Bündnissen äußert, haben sie ihr Eintreten für das universelle Menschenrecht und die Selbstbestimmung vielfach mit dem Leben bezahlt. Sie waren die echten Märtyrer der so genannten religiösen Grundwerte.
Letztendlich will diese Website an Hand des Christentums einen ersten Beitrag zur dringend notwendigen Aufklärung über die menschenverachtenden Grundsätze jeder Religion liefern. Die Initiative unterscheidet sich somit von anderen, scheinbar ähnlichen Initiativen, die nur zu Gunsten einer sektiererischen Clique andere Kirchen - und nicht die Religion an sich - als Ursache dieses Leids darzustellen versuchen.

(Idee:) Wegweiser

Das virtuelle Mahnmal für die Opfer der christlichen Religion hat die Aufgabe, zusammen mit Menschen aus der ganzen Welt zu versuchen, jeden Opfers der christlichen Religion namentlich und biographisch zu gedenken, um so auch die historische Schuld der christlichen Religion zu verdeutlichen.

Um die vielen Dimensionen dieser Schuld nachzuweisen, werden gesonderte Datenbanken -- so genannte Nachweisbücher -- eingerichtet. Sie versuchen, die Opfer nach dem jeweiligen gesellschaftlichen Bereich des religiös motivierten Verbrechens zu gruppieren und so weit wie möglich von ihnen eine Kurzbiographie zu erstellen.

Recherchen können so nach thematischem Tatort und nach Namen (bzw. auch Land) durchgeführt werden.

Folgende gespeicherte Nachweisbücher könnten z.B. mit Suchfunktion  konsultiert werden:

·   Interne Abweichler (Dissidenten, Häretiker, Reformation etc.)
·
    Christliche Sekten
·
    Andere Religionen
·
    Rassismus
·
    Märtyrer
·
    Hexen und Zauberer
·
    Kolonialismus
·
    Naher Osten
·
    Kriege
·
    Wissenschaft
·
    Sexualität

Eine Redaktion bemüht sich dann, die Nachweisbücher laufend zu vervollständigen, aber Millionen von Opfern bleiben trotzdem unbenannt. Bitte helfen Sie uns auch jetzt im Planungsstadium schon, und übersenden Sie uns Namen und Biographien von Menschen, die Ihres Erachtens als Opfer der christlichen Religion zu betrachten sind. Senden Sie uns eine Mail!

Nach Meldung des Opfers werden die Angaben dem wissenschaftlichen Komitee vorgelegt und erst nach seiner Zustimmung in das jeweilige Nachweisbuch aufgenommen. Wenn nicht ausdrücklich anders gewünscht, unterliegen die Daten des Hinweisgebenden dem strengsten Datenschütz (Siehe private Policy)

Sie können uns auch helfen, indem Sie sich an den Projektkosten beteiligen!

upd.: 31.5.07mfz

Wissenschaftlicher Beirat

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